Formale Sprachen

Im Deutschen, einer natürlichen Sprache, gibt es drei Regeln, mit denen aus dem lateinischen Alphabet sinnvolle Texte hergeleitet werden können. Diese Regeln werden aufgestellt, um komplexe Sachverhalte verstehen zu können.
Mit Wortbildungsregeln werden aus Buchstaben Wörter erzeugt; Syntaxregeln ordnen Wörter zu grammatikalisch korrekten Sätzen an; und die Semantikregeln schließlich gruppierten grammatikalisch korrekte Sätze zu sinnvollen Texten.
Von "formaler Sprache" spricht man, wenn etwas (Unendliches) scheinbar nicht (mehr) zu beschreiben ist und in eine schriftliche, strenge Form gebracht wird.
Mit Hilfe formaler Sprachen kann Grundlagenforschung betrieben werden, so werden hierüber zum Beispiel Methoden für Sprach- und Zeichenerkennung bei natürlichen Sprachen (wie das Deutsche) gefunden.

Formale Sprachen“ werden nicht als sinnvolle Texte verstanden und kommen dadurch ohne Semantikregeln aus. Schließlich hat man nur eine geringe Wortzahl für einen Informationsaustausch zur Verfügung und soll diese den Bedürfnissen des „Systems“ anpassen, was z.B. in der mathematischen Formelsprache (Klammerterme bei Funktionen, L-Systeme bei Potenzen, Primzahlen, …) oder Computersprache bzw. theoretischen Informatik der Fall ist (z.B. Automatentheorie, C++, html, Java, Kodierung von Algorhythmen, …).
Etwas "Unendliches" kann mittels der formalen Sprache in eine „endliche“, d.h. strenge Sprachform (z.B. {a,b,c,d,…}, 0110, N=R,…) gebracht werden, die jeweils einer Norm entspricht und allgemein verständlich ist.
Wissenschaftliche Probleme können mithilfe von Formeln allgemein formuliert und dargestellt werden.
Hier steht die Form vor dem Inhalt.


 
 
 

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